Eine Woche voll CERN Technologie


18. Feb. 2020

Studierende entwickelten auf der "Technology Screening Week" @CERN ein StartUp Konzept auf Basis der CERN-Technologie C2MON.

CERN Kopie

Ein vierköpfiges Studierenden-Team vom Campus Wieselburg der FH Wr. Neustadt konzipierte an der „Technology Screening Week“ @CERN ein Geschäftsmodell basierend auf CERN-Technologie C2MON. C2MON steht für CERN CONTROL AND MONITORING FRAMEWORK, einer am CERN entwickelten, sehr leistungsfähigen Opensource Software für die Kontrolle, Überwachung und Steuerung der technischen Infrastruktur am CERN. Aufbauend auf dieser Technologie entwickelten die Studierenden ein Konzept für ein StartUp, das Privathaushalten, Kommunen und übergeordneten Organisationen die Transformation hinzu Smart-Cities ermöglichen soll. Dabei können die verschiedensten Daten, wie der Wasserverbrauch einzelner Abnahmestellen einfach und kostengünstig erfasst werden und mit Hilfe dieser Aufgaben erledigt werden, wie bspw. das Auffinden von Leckagen. Während der Zeit am CERN standen die Entwickler der Technologie für weiterführende Gespräche den Studenten zur Verfügung.

Um möglichst kreativ arbeiten zu können, wurde den Studierenden ein Projekt-Container im CERN-Ideasquare zur Verfügung gestellt, indem sie ihren Projektauftrag abwickeln konnten. Zwischendurch wurde das Programm durch Führungen im CERN-Forschungszentrum aufgelockert. Ein faszinierender Programmpunkt war der Besuch des Compact Muon Solenoid – CMS, einem 21m langen, 15m durchmessenden und 14.000 Tonnen schweren Teilchendetektor in seiner fast 100m tiefen Höhle. Dieser Detektor war maßgeblich an der Entdeckung des Higgs-Bosons beteiligt. Ein weiteres Highlight war der Besuch der Antimaterie-Fabrik, die sich ebenfalls im CERN befindet. Hier wird Antimaterie erzeugt und gespeichert.

„Die sehr intensive Zeit und tolle Zusammenarbeit mit jungen, innovativen Studenten und den Entwicklern der C2MON Technologie hat den Aufenthalt im CERN zu einem einmaligen Erlebnis gemacht. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie komplex der CMS Reaktor ist, den wir besucht haben.“ – Zahra Reutner, Studentin Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement

Nach 4 intensiven Entwicklungstagen präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse vor dem CERN Knowledge Transfer Team unter Leitung von Giovanni Anelli.

Im CERN waren die Studierenden Fitzthum Michael (Eco Design), Gruber Siegfried (Eco Design), Reutner Zahra (Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagement) und Matthias Mader (Marketing- und Konsumentenforschung*). Als Mentor begleitete sie Ing. Thomas Poscher BA, MA, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Innovation am Campus Wieselburg. Zusätzlich unterstützt wurden die Studierenden dabei von Accent-Boosting Mentor Mike Heininger von Yodel.io. Ermöglicht wurde die Teilnahme an der Technology Screening Week @CERN mit Unterstützung des accent Inkubators, der als Austrian Business Incubator of CERN Technologies fungiert und dem Land Niederösterreich.

CERN ist die Europäische Organisation für Kernforschung mit dem Fokus auf physikalische Grundlagenforschung und damit das weltweit größte Labor für Teilchenphysik. Insbesondere wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht und bietet damit eine einzigartige Reihe von Teilchenbeschleuniger-Einrichtungen, welche die Forschung auf dem neusten Stand des menschlichen Wissens ermöglicht. CERN arbeitet eng mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus aller Welt zusammen und stellt das allumfassende technische Wissen für diese zur Verfügung.

*Vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria.


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